Schrein

Schrein

Geheimnisvolle Tabernakel

Schrein von Josef Greiner Shrineart

Schrein

Josef Greiner verwendet für seine Werke viele Materialien aus dem Alltag unseres Lebens, so auch für seinen Marien- und Josephschrein. Schrein ist ein alter Begriff vor allem in kirchlich/sakralen Räumen. Das Tabernakel in St. Bonifatius ist ein Schrein. Wir selber – jeder von uns – ist ein Tabernakel Gottes. Schreine bergen Göttliches. Der Schrein ist materiell fassbar. Darum gestaltet Josef Greiner seine Schreine mit Dingen aus unserem Alltag. Wir sind von unserer Körperlichkeit her fassbar, analysierbar, messbar…..
Der Schrein ist in seiner Tiefendimension unfassbar, geheimnisvoll, unauslotbar. Er birgt Göttliches. Der Mensch ist in seiner geistlichen Dimension unfassbar. Wer von uns kennt sich selber, mag er auch noch so sehr den Schrein seines Lebens für sich und andere öffnen wollen. Warum sind wir letztlich uns selbst Geheimnis und auch dem Mitmenschen? Weil das Göttliche in uns ruht – ohne das wir nicht existieren können. Darum kann der Mensch Tabernakel Gottes genannt werden. Wären wir uns dieser geistlichen Wirklichkeit öfter bewusst, sähe es manchmal anders im Umgang miteinander aus. Wir sind unsterbliche Wesen – ausgestattet mit göttlicher Würde. Josef Greiners Werke laden zur Reflexion und Meditation ein. Vielleicht sind sie im Öffnen und Schließen der Türen auch Einladung zur Kontemplation. Josef Greiners Schreine sind nicht vordergründig erklärbar. Vordergründig Erklärbares hat keine Tiefenwirkung, keine Tiefendimension.
Im Schrein Mariens, im Schrein Josephs dürfen wir über Gestalten göttlicher Heilsgeschichte nachdenken. Was für Maria und Josef galt, gilt auch für uns: in Berührung kommen mit
DEM HEILIGEN, um ganzer Mensch zu werden, heil, geheilt – Ebenbild Gottes.

Johannes Peter Paul